St. Albertus Magnus Ottobrunn
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Das Misereor-Hungertuch
2002
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Das Thema Das Misereor-Hungertuch 2002 steht unter dem Thema "Frieden". Die Relevanz dieses Themas für die kirchliche Entwicklungszusammenarbeit Misereors muss nicht begründet werden, denn Frieden ist die Voraussetzung für jeden Entwicklungsprozess und umgekehrt fördert partnerschaftliche Entwicklungszusammenarbeit Frieden. Gleichzeitig verweist das Hungertuch auf das Thema der Misereor-Fastenaktion 2002: "Frieden ist TATsache - MISEREOR: Mut zur Versöhnung" Der Wunsch nach einer friedlichen Welt führt immer wieder zum Menschen: Was ist der Mensch? Wie ist der Mensch? Der Mensch und seine Beziehung zu Mitmenschen, zur Natur und zu Gott stehen im Mittelpunkt des Geschehens. Dieser Dialog ist das zentrale Thema des Hungertuches. Das Bild 36 Gesichter schauen uns an. Ein helles Rot, erdiges Ocker, Schwarz und
Ultramarinblau leuchten uns entgegen. Es sind die Farben der Menschen
dieser Welt. Auf diesem Hungertuch ist die Welt wie ein aus
Menschengesichtern gewobener Teppich. Weltengesichter und Kosmische Lettern Für Menschen gibt es nichts Spannenderes als Gesichter. EL Loko, der
Künstler, zeigt uns mit den "Weltengesichtern" den ganzen Reichtum der
menschlichen Vielfalt, ohne das Gemeinsame zu verleugnen. Erkennen wir
Gottes Ebenbilder in ihnen? Jedem hat er individuelle Züge verliehen. Sie
erzählen Geschichten von Tod und Leben, von Krieg und Frieden. Es sind die
Augen der Anderen, die uns anschauen, in denen wir uns spiegeln. So
entsteht erst Dialog. Kreuz, Baum und Taube Das Kreuz ist ein uraltes Symbol. Weg-Kreuzungen sind Treffpunkte und
sie fordern Entscheidungen. EL Loko malte das Kreuz Christi. Es ist aber
kein schwarzes Kreuz, kein Kreuz als Zeichen des Todes. In verschiedenen
Kulturen versinnbildlicht das Kreuz in Blau vielmehr die Auferstehung und
Verheißung des Neuen. Zudem ist es ein "Kreuz in Bewegung", es bringt
Dynamik in die Ordnung der Gesichter und übergreift die vielen
Vereinzelten und verheißt so SEINE Gemeinschaft. Das Vertrauen darf
wachsen, dass in der eigenen Gewaltlosigkeit eine ganz andere Kraft und
Macht Raum gewinnen kann. Dieser Raum kann beschrieben werden als
Gerechtigkeit und Frieden. Augen-Blicke des Friedens: Dialog mit dem Betrachter Das Hungertuch will Prozesse anstoßen: Im gemeinsamen Betrachten kann es geschehen, dass eine Vision, ein Traum von Frieden entsteht, wach gehalten und weiter getragen wird. Ein Triptychon EL Loko hat das Hungertuch als Triptychon gestaltet. Erst wenn alle drei Teile zusammen kommen, ergibt sich das Ganze. Das ist auch ein Sinnbild für Kirche: Erst wenn die Christinnen/Christen einer Gemeinde zusammenstehen, kann sich Gemeinde bilden. Und erst wenn alle Gemeinden sich als Teil eines Ganzen verstehen, entsteht weltumspannende Kirche. Der Künstler EL Loko, geb. 1950 in Togo, versteht sich als Brückenbauer, der eine
Verbindung zwischen afrikanischer Kultur und Spiritualität und dem
europäischen Kontext herstellt. Der ehemalige Meisterschüler von Joseph
Beuys lebt und arbeitet heute in Togo und in Köln. |
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Copyright © 10 / 1999 - 2009 by Dieter Herberhold Last updated 11.01.10 |
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